Lesung im TIETZ: Nora Zabel über die ostdeutsche Gen Z zwischen Identität und Umbruch
- Redaktion

- vor 2 Stunden
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Was? Lesung mit Gespräch zur ostdeutschen Generation Z
Wer? Autorin und Soziologin Nora Zabel
Wann? Dienstag, 24. Februar, 19 Uhr
Wo? Volkshochschule im TIETZ, Kursraum 4.07, Moritzstraße 20
Am 24. Februar lädt die Volkshochschule im TIETZ in Chemnitz zu einer Lesung mit anschließender Diskussion ein. Im Mittelpunkt steht das Buch „Vereint in Zerrissenheit. Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten“ von Nora Zabel, erschienen im Oktober 2025. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung wird empfohlen.
Eine Generation zwischen Prägung und Perspektive
Auch 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung bleibt das Verhältnis zwischen Ost und West ein gesellschaftliches Diskussionsthema. Während politische und wirtschaftliche Unterschiede oft statistisch verhandelt werden, richtet Nora Zabel den Blick auf die nach 1989 geborene Generation – jene jungen Erwachsenen, die die DDR nicht selbst erlebt haben, aber dennoch von ihren Nachwirkungen geprägt sind.
In ihrem Buch analysiert die Soziologin Denkweisen, Zukunftsvorstellungen, Zweifel und Hoffnungen der ostdeutschen Gen Z. Dabei zeigt sie, wie familiäre Erfahrungen, strukturelle Unterschiede und öffentliche Diskurse Identität formen. Gespräche mit Menschen aus Ost- und Westdeutschland liefern zusätzliche Perspektiven.
Warum das Thema gerade in Chemnitz relevant ist
Für Chemnitz – eine Stadt im Wandel, mit starken Transformationsprozessen seit der Wende – ist die Debatte um ostdeutsche Identität hochaktuell. Zwischen Industriegeschichte, Strukturwandel und Kulturhauptstadt-Dynamik stellt sich die Frage, wie junge Menschen ihre Herkunft wahrnehmen und welche Rolle regionale Prägung in einer globalisierten Welt spielt.
Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch: Nach der Lesung ist ein Gespräch mit der Autorin vorgesehen.
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldung: telefonisch unter 0371 488 4343 oder über die Veranstaltungsseite der Volkshochschule Chemnitz
Einordnung für unsere Region
Gesellschaftliche Themen gehören ebenso zur redaktionellen Begleitung unserer Region wie Kulinarik oder Stadtentwicklung. Gerade für junge Leser, Studierende, Kreative und Gründer in Dresden und Chemnitz stellt sich zunehmend die Frage: Wie sehr bestimmt Herkunft die eigene Perspektive – und wie viel Neues entsteht gerade daraus?
Diskussionsfrage
Fühlt sich die ostdeutsche Gen Z heute tatsächlich noch „zwischen zwei Welten“ – oder wächst hier längst eine selbstbewusste, eigenständige Identität heran?
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