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Karl Marx mit Weinglas macht Lust auf Chemnitz
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News-Ticker

La Casa del Vino: Chemnitz hat Hunger auf Echtheit

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • vor 11 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit
La Casa del Vino: Chemnitz hat Hunger auf Echtheit
Symbolbild (KI-generiert): Visualisierung La Casa del Vino: Chemnitz hat Hunger auf Echtheit

Chemnitz bekommt auf dem Sonnenberg einen neuen Italiener – La Casa del Vino. Nicht „noch eine Pizza“, sondern ein Laden, der Wein- und Esskultur ernst nimmt. Und ja: genau sowas hat gefehlt, weil es dem Viertel ein anderes Selbstbild gibt – weniger „durchhalten“, mehr „ausgehen“. Adresse ist Dresdner Straße 76 (Eingang wohl über Lessingstraße), mit klaren Öffnungszeiten und dem Anspruch, mehr als Standard zu liefern.


Was mich daran reizt, ist nicht nur das Restaurant. Es ist das Signal: Chemnitz will nicht mehr brav sein, sondern gut. Der Sonnenberg ist längst nicht mehr nur Kulisse fürs „da passiert ja nix“-Gerede. Wenn dort plötzlich Trüffelpasta, Thunfisch-Carpaccio und eine ernsthafte Weinkarte diskutiert werden, ist das ein Kulturwandel – ganz ohne Kulturprogramm.


Und jetzt der unangenehme Teil: Genau bei solchen Neueröffnungen kippt Chemnitz gerade in diese „Anzeige“-Wolke, wo Lob automatisch klingt wie gekauft. Das schadet am Ende allen: dem Laden, dem Publikum, sogar den Food-Accounts. Wer Chemnitz kulinarisch groß machen will, braucht nicht mehr Werbung – sondern mehr Glaubwürdigkeit. Ein neuer Italiener darf gefeiert werden. Aber bitte so, dass man es dem Lob auch glaubt.


Weitere News (kurz):

  • Congress Hotel Chemnitz: Schließung Ende Januar – ein fettes Warnsignal, wie hart der Markt ist, wenn Auslastung und Konzept nicht mehr tragen.

  • Experimentierküche (Zietenstraße 13) bleibt der wichtigste Mutmacher der Stadt: Pop-up, ausprobieren, scheitern dürfen – genau das macht eine Szene lebendig.

  • ROOT Dining kündigt wieder Pop-up-Termine an (Frühjahr): Wer Chemnitz „Fine“ erleben will, sollte sowas im Blick behalten.

  • Kochsternstunden 2026 laufen auch in/um Chemnitz – Wettbewerb als Publikumstest: Service, Küche, Preis-Leistung, alles zählt.

  • Streetfood am Marktplatz bleibt ein verlässlicher Frequenzbringer – simpel, direkt, ohne Glamour, aber mit echter Alltagskraft.


Diskussionsfrage: Braucht Chemnitz mehr mutige Neueröffnungen – oder zuerst eine ehrlichere Gastro-Öffentlichkeit, in der „Anzeige“ nicht wie ein Maulkorb fürs Urteil wirkt?


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