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News-Ticker

Kommentar | 7 % Mehrwertsteuer – Entlastung ja, Lösung nein

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • 19. Dez.
  • 2 Min. Lesezeit


7 % Mehrwertsteuer auf Speisen

Die Entscheidung des Bundesrates vom 19. Dezember 2025 wird vielerorts als Meilenstein gefeiert: Ab dem 1. Januar 2026 gilt dauerhaft der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf Speisen – auch beim Verzehr in Restaurants und Cafés. Für die Gastronomie in Chemnitz und der Region ist das zunächst eine gute Nachricht. Aber es wäre fatal, diesen Beschluss als großen Befreiungsschlag zu missverstehen.


Korrektur statt Konjunkturprogramm

Die Rückkehr zu den 7 % ist vor allem eines: die Beseitigung einer jahrelangen Ungleichbehandlung. Während Lieferdienste und der Einzelhandel schon immer vom ermäßigten Steuersatz profitierten, mussten Gastronomen beim Essen vor Ort 19 % abführen. Diese Schieflage wird nun endlich korrigiert – nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Von einem echten Förderinstrument oder einem wirtschaftlichen Neustart für die Branche kann keine Rede sein.


Chemnitz: Preisrealität statt Wunschdenken

Gerade in Chemnitz, wo viele Betriebe mit hoher Preissensibilität der Gäste zu kämpfen haben, ist die Erwartung sinkender Preise trügerisch. Die Realität sieht anders aus:

  • steigende Lohnkosten und Fachkräftemangel,

  • hohe Energie- und Betriebskosten,

  • anhaltend teure Lebensmittelpreise,

  • Investitionsstau bei Technik, Ausstattung und Digitalisierung.


Die 7 % sorgen vor allem dafür, dass weitere Preissprünge zunächst gebremst werden. Wer auf eine flächendeckende Preissenkung hofft, verkennt die wirtschaftliche Lage der Betriebe.


Entlastung bedeutet nicht Entspannung

Viele Gastronomen in Chemnitz kämpfen nicht um Wachstum, sondern um Stabilität. Die Steuersenkung hilft, den Alltag planbarer zu machen – sie ersetzt aber keine strukturellen Lösungen. Mindestlohnerhöhungen, steigende Sozialabgaben und bürokratische Auflagen bleiben bestehen.


Die Maßnahme ist deshalb kein Sieg, sondern eine notwendige Reparatur. Ohne sie wären weitere Schließungen kaum vermeidbar gewesen. Mit ihr bleibt zumindest die Chance, bestehende Angebote zu erhalten.


Unser Gastro-Radar für Chemnitz

Der Blick nach vorn ist klar: Die Preise werden weiter steigen – moderat, aber stetig. Nicht aus Kalkül, sondern aus wirtschaftlicher Vernunft. Wer Qualität, regionale Produkte und faire Arbeitsbedingungen erwartet, muss verstehen, dass diese ihren Preis haben.


Chemnitz braucht eine lebendige Gastronomieszene – als Treffpunkt, als Arbeitgeber und als Standortfaktor. Dafür reichen steuerliche Korrekturen allein nicht aus.


Fazit

Die 7 % Mehrwertsteuer sind richtig und längst überfällig. Doch sie lösen die Probleme der Branche nicht. Sie verschaffen Zeit – mehr nicht.


Unser Appell: weniger politische Selbstzufriedenheit, mehr nachhaltige Unterstützung.Denn Gastronomie ist auch in Chemnitz kein Luxus, sondern Teil der städtischen Lebensqualität.


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