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News-Ticker

Bahnausbau Chemnitz–Leipzig: Drittes Bahngespräch ohne konkrete Ergebnisse

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • 14. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
Bahnausbau Chemnitz–Leipzig: Drittes Bahngespräch ohne konkrete Ergebnisse
Leipzig-Chemnitz

Der Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig bleibt eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für Südwestsachsen – doch die Geduld der Region wird weiter auf die Probe gestellt. Das dritte Bahngespräch hat aus Sicht der Stadt Chemnitz und des Verkehrsverbund Mittelsachsen erneut gezeigt: Die Planungen der Deutsche Bahn AG verschieben sich weiter nach hinten, belastbare Zeitpläne für Baubeginn und Fertigstellung fehlen weiterhin.


Große Runde, wenig Konkretes

Am Gespräch nahmen Vertreter des Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, der Deutschen Bahn, des Verkehrsverbunds Mittelsachsen, der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, der Stadt Chemnitz sowie Politik und Wirtschaft aus der Region und dem Raum Leipzig teil. Einigkeit herrschte über die Bedeutung des Projekts – greifbare Fortschritte blieben jedoch aus.


Klare Forderung der Stadt Chemnitz

Oberbürgermeister Sven Schulze machte deutlich, dass es nicht bei Absichtserklärungen bleiben darf. Ziel müsse eine weitgehend zweigleisige und elektrifizierte Strecke mit einem 30-Minuten-Takt zwischen Chemnitz und Leipzig in den frühen 2030er-Jahren sein. Die Ergebnisse des dritten Bahngesprächs seien für Stadt und Region nicht zufriedenstellend. Für März sind daher weitere Gespräche angesetzt – mit der klaren Erwartung, dass diese konkrete Fortschritte bringen.


Finanzierung für Südabschnitt gesichert

Ein positives Signal kam dennoch aus dem Gespräch: Der Freistaat Sachsen und Abgeordnete des Sächsischen Landtages haben die weitere Finanzierung und Beauftragung der Planungen für den Südabschnitt Geithain–Chemnitz sichergestellt. Damit bleibt zumindest dieser zentrale Teil des Projekts in Bewegung.


Region will Druck aufrechterhalten

VMS-Geschäftsführer Mathias Korda betonte, dass der schnellstmögliche Ausbau der Strecke für die gesamte Region entscheidend sei – wirtschaftlich, verkehrlich und für die Attraktivität des Standorts Chemnitz. Stadt, Verkehrsverbund und Politik wollen den Druck gemeinsam aufrechterhalten, damit der Ausbau nicht weiter verzögert wird.


Fazit:

Der politische Wille ist vorhanden, die Bedeutung des Projekts unbestritten. Doch ohne verbindliche Zeitpläne bleibt der Bahnausbau Chemnitz–Leipzig vorerst ein Versprechen ohne Termin.


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