Erste Chemnitzer Chronik restauriert
- Redaktion

- 11. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit

Aus dem historischen Bestand der Stadtbibliothek sind zehn frühneuzeitliche Chroniken von
Städten und Gemeinden der Region Chemnitz restauriert worden. Darunter befindet sich auch die erste zusammenhängende Darstellung der Chemnitzer Stadtgeschichte in deutscher Sprache mit dem Titel „Historische Nachricht von denen vornehmsten Denckwürdigkeiten der Stadt Chemnitz, besonders Ihren vor nunmehro hundert Jahren erlittenen Drangsalen“.
Chemnitz, 11.07.2025
Bei den weiteren vor dem Verfall geretteten Werken handelt es sich zum großen Teil um Schriften bedeutender Erzgebirgschronisten wie Paul Jenisch (Annaberger Chronik, 1605),
Christian Lehmann (Historischer Schauplatz des Obererzgebirges, 1699), Christian Meltzer
(Geschichte Schneebergs, 1716) und Johann Christian Engelschall (Beschreibung von
Johanngeorgenstadt, 1723).
Drei Leipziger Werkstätten waren mit der Restaurierung der Bände beauftragt worden. Dort
wurden die einzelnen Buchseiten gereinigt, Risse im Papier behandelt, die Heftungen stabilisiert
und desolate Einbände repariert. So konnten die Schäden an den wertvollen Originalen behoben werden. Wieder nach Chemnitz zurückgekehrt, werden die Bücher in klimatisierten
Magazinräumen der Stadtbibliothek aufbewahrt, um sie für die Nutzung durch nachfolgende
Generationen zu sichern.
Die Restaurierungen konnten mithilfe der finanziellen Förderung der Koordinierungsstelle für die
Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BMK) und der Kulturstiftung der Länder (KSL) realisiert werden.
Neben der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) in Berlin
unterstützt seit nunmehr 15 Jahren der Verein „Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e. V.“ den
Originalerhalt. Mit Spenden, die über das Projekt „Buchpaten gesucht“ geworben wurden, konnten bereits mehr als 60 zum Teil stark beschädigte Werke restauriert werden.
Wer eine Patenschaft für eine bibliophile Kostbarkeit übernehmen möchte, kann sich auf der
Website des Fördervereins informieren:




