Neu im Programm: Kochen mit Safran in der urigen Schwarzküche auf Schloss Rochlitz
- Redaktion

- 26. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Safran-Abend: Rotes Gold in Schwarzer Küche.
Tatsächlich! - in der Schwarzküche des Rochlitzer Schlosses wurde Rotes Gold aufbewahrt. Das Rote Gold kam aus Sachsen, aus den Ländereien der sächsischen Kurfürsten. Je mehr Rotes Gold, umso größer das Ansehen der Landesherren! Das Rote Gold war Safran - so der Beiname des kostbaren Gewürzes. Die Köche in den Burg- und Schlossküchen veredelten damit vielen Speisen: Geflügel, Fisch, Wild, Braten und Suppen, Süßspeisen und Gebäck.
Am Samstag, den 18.10.2025 um 18:00 Uhr möchten wir diese historisch belegte Verwendung von Safran in der urigen Schwarzküche im Schloss Rochlitz wieder aufleben lassen. Die Gäste können hautnah miterleben, wie und wo das kostbare und köstliche Gewürz in einer historischen Küche angewandt wurde. Wir bereiten ein originales Gericht mit Safran zu, welches natürlich auch verkostet werden darf.
Das Rote Gold kommt übrigens aus Altenburg, dem Zentrum des mittelalterlichen Safrananbaus. Auch heute wird hier wieder Safran angebaut und jetzt, zur Zeit des Altenburger Safranleuchtens, geerntet. Um Voranmeldung zur Veranstaltung wird gebeten. Kosten: 38,00 € pro Person inkl. Kostproben
Safrananbau in Altenburg
2015 gründete sich die W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH als eine gemeinnützige Forschungseinrichtung, die sich auf den (Wieder-)Anbau von Safran in Deutschland, insbesondere in Thüringen, spezialisiert hat. Ziel ist es, das Wissen über den Anbau von Crocus Sativus zu vertiefen und den Safrananbau als nachhaltige Praxis zu fördern. Die W³ gGmbH verfolgt das langfristige Ziel, Safran in der regionalen Landwirtschaft zu etablieren, wobei der Fokus auf ökologischen Anbaupraktiken und der Anpassung an den Klimawandel liegt. Es wurden umfangreiche Versuchsanlagen eingerichtet, um optimale Anbaubedingungen zu erforschen.
Historische Quellen belegen, dass bereits im 15. Jahrhundert in Altenburg und im Altenburger Land Safran angebaut wurde. Ein Rechnungsbuch der Stadtkasse aus dem Jahr 1500 belegt, dass Altenburg „mehrere Tausend Taler aus den Safrangärten“ rund um die Stadt einnahm. Kein Wunder, dass die Region als „güldene Aue“ bekannt wurde. Im 15. und 16. Jahrhundert erblühte der Safran in Altenburg und fand bei den prunkvollen Feierlichkeiten des Residenzschlosses reichlich Verwendung. Die kostbaren Knollen wurden an die bedeutendsten Höfe Sachsens versandt. Nach dem 30-jährigen Krieg geriet der Safran langsam in Vergessenheit, doch die Erinnerungen leben in einem Kinderlied weiter, welches besingt, wie Safran den Kuchen gelb färbt.
Seit 2016 wird wieder Safran in Altenburg angebaut. Seitdem wurden viele Produkte rund um den Safran entwickelt, die u.a. auf Märkten verkauft werden. Höhepunkt im Safran-Jahr ist die Ernte im Oktober. Dabei können Gäste im Rahmen von Führungen die Original-Anbauflächen in Altenburg besichtigen und viel Wissenswertes über den Safran-Anbau erfahren.




