Neue Außengehege im Wildgatter Oberrabenstein: Seltene Tierrassen ziehen ein
- Redaktion

- 21. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Das Wildgatter Oberrabenstein in Chemnitz freut sich über gleich doppelte Verstärkung: Mit Schwedischen Blumenhühnern und Guteschafen sind zwei seltene und traditionsreiche Tierrassen in neu angelegten Außengehegen eingezogen. Die Anlagen sind nun fertiggestellt und können ab sofort von Besucherinnen und Besuchern entdeckt werden.
Wir finden: Das ist ein starkes Zeichen für Artenschutz, Regionalität und nachhaltige Tierhaltung – direkt vor den Toren der Stadt.
Neue Gehege – komplett in Eigenleistung
In den vergangenen Monaten haben die Mitarbeiter des Wildgatters die neuen Außengehege ausschließlich in Eigenleistung geplant und umgesetzt. Entstanden sind naturnah gestaltete Anlagen, die sowohl den Bedürfnissen der Tiere als auch dem Erlebnis der Gäste gerecht werden.
Guteschafe – lebendige Geschichte aus Skandinavien
Bereits Ende August sind drei Auen – Björk, Aili und Kaja – aus dem Zoo Erfurt eingezogen. Anfang September folgte der Bock Tjelvar aus einer privaten Haltung in Freiberg.
Das Guteschaf stammt ursprünglich von der schwedischen Insel Gotland und zählt zu den nordeuropäischen Kurzschwanzschafen. Es ähnelt in Körperbau und Erscheinung den Schafen der Wikingerzeit. Auffällig ist das kräftige, mufflonähnliche Gehörn, das sowohl Böcke als auch Auen tragen.
Eine Besonderheit: Die Tiere verlieren ihre Wolle im Frühsommer weitgehend selbst und benötigen kaum Schur.Aktuell ist das Wildgatter Oberrabenstein die einzige zoologische Einrichtung in Deutschland, die diese Schafrasse hält.
Das neue Schafgehege wurde zusätzlich mit Wildobstbäumen bepflanzt – darunter Mehlbeere, Speierling, Elsbeere, Esskastanie, Traubenkirsche sowie Wildapfel und Wildbirne. Damit wird nicht nur das Landschaftsbild bereichert, sondern auch die ökologische Vielfalt gezielt gefördert.
Schwedische Blumenhühner – bunt, selten, einzigartig
Im November bezogen außerdem sechs Hühner und ein Hahn der Schwedischen Blumenhühner ihr neues Areal. Diese alte Landrasse galt um 1970 bereits als ausgestorben, bevor letzte Bestände im südschwedischen Schonen entdeckt wurden.
Charakteristisch für diese Tiere ist ihr extrem vielfältiges Gefieder: Keine Farbe gleicht der anderen. Weiße Federspitzen sorgen für das typische, blumenartige Muster, das der Rasse ihren Namen verleiht. Heute wird sie wieder von engagierten Züchtern auch außerhalb Schwedens erhalten – unter anderem in Deutschland.
Mehr als ein Ausflugsziel
Mit den neuen Gehegen bietet das Wildgatter Oberrabenstein nicht nur spannende Einblicke in seltene Nutztierrassen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt genetischer Vielfalt. Gerade für Familien ist der Besuch eine schöne Gelegenheit, Natur, Tiere und Geschichte miteinander zu verbinden.
Öffnungszeiten
🕘 Täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr
⏰ Letzter Einlass: eine Stunde vor Schließung
Adresse & Kontakt
Wildgatter Oberrabenstein
📍 Thomas-Müntzer-Höhe 13, 09117 Chemnitz
📞 Telefon: 0371 842521
🌐 Website: https://www.tierpark-chemnitz.de










